1932  19. Februar
 
Pressenotiz
in der »Neuen Zürcher Zeitung«

 
 

Kabarett Metropol.  to.  Die strohblonde Liselott Wilke hat sich dem Song der Matrosen- und Hafenatmosphäre verschrieben – so glaubhaft, als wäre sie ihre Heimat. Sie lässt die hoffnungslos freche Verworfenheit des Kaschemmenmilieus von St. Pauli lebendig werden, indem sie mit der ganzen desillusionierten Lässigkeit der vom hemmungslosen Leben Entinnerlichten in dem Chanson von der Anna Jantzen (übrigens einer Reprise des letzten Programms) Phrasenenden fallen lässt: schon diese Vortragsnuance verrät Können.